Jugendaustausch 2017 - Partnerschaftsverein Neusaess-Cusset

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Jugendaustausch 2017 - Berichte

Jugendaustausch im Rahmen der Städtepartnerschaft Neusäß-Cusset  

Franzosen in Neusäß 22.07. - 29.07.2017
  
Deutsche   in Cusset  29.07. - 05.08.2017


Aus der Augsburger Allgemeinen vom 22.08.2017 ein Artikel von JUTTA KAISER-WIATREK


Das französische Essen schmeckt den jungen Gästen

Austausch Neusässer Jugendliche lernen in Cusset das Leben und den Alltag einer Familie kennen.
Was sie dabei erstaunt hat

Neusäß Die Städtefreundschaft zwischen Neusäß und Cusset in Frankreich besteht seit 16 Jahren. Fast von Anfang an findet der Jugendaustausch für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren des Partnerschaftvereins Neusäß-Cusset statt, der auf dem Schüleraustausch des Justus-von-Liebig-Gymnasiums basiert. Die Organisatorin des Austausches, Viktoria Braun, traf sich mit den Teilnehmern zu einem Erfahrungsaustausch.

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Begeistert berichten (von links) Jonas, Lea, Justin und Julia der Organisatorin des Jugendaustauschs Viktoria Braun (Mitte) von ihren Erlebnissen. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Während Lea und Justin bereits letztes Jahr dabei waren und Julia dieses Jahr bereits Cusset besucht hatte, konnte Jonas ganz neue Erfahrungen sammeln. Dabei war er besonders mutig, denn der Gymnasiast am Justus-von-Liebig Gymnasium lernt gar kein Französisch, sondern die Sprachen Latein und Englisch. „Als mich Justin und Lea gefragt haben, ob ich mitfahren möchte, habe ich spontan ja gesagt“, erinnert er sich. Da am Neusässer Gymnasium mit diesen Fächern nur geringe Chancen auf die Teilnahme an einem Schüleraustausch bestehen, er diese Erfahrung aber nicht missen wollte, war er bereit, es auf diese Weise auszuprobieren. „Immerhin spreche ich ja noch Englisch, und die Jugendlichen in Cusset und Vichy lernen ja Deutsch“, war er sicher, sich bestens in Frankreich durchschlagen zu können. Ein paar wichtige Sätze sowie Zahlen hatte er dennoch im Vorfeld mit Lea geübt. Gerne möchte er auch nächstes Jahr nochmals mitfahren. In der Zwischenzeit die Sprache etwas zu lernen wird allerdings nicht möglich sein, denn er muss sich auf sein Abitur konzentrieren.
Julia konnte vom Nachbarland Frankreich und ihrer Gastfamilie nicht genug bekommen, immerhin war sie bereits mit der Schule vor Kurzem bei ihrer Gastfamilie. „Es war aber auch jetzt wieder cool, und wir haben uns gut verstanden, wenn auch das Familienleben dort völlig anders verläuft als bei mir zu Hause“, erzählt sie.
Bereits zum dritten Mal besuchte Justin seine Gastfamilie, mit der er schon gut befreundet ist. Die Familie wohnt ebenfalls etwas ländlich, und so sind sich die beiden deutschen Gäste einig, dass hier eine etwas andere Mentalität vorherrscht als in den Städten Cusset und Vichy. Auch das Schulsystem ist anders. „Bewussteres Lernen“, nannten es die deutschen Schüler. Justin fand die Art der Franzosen, das Essen zu zelebrieren, toll. „So viele verschiedenen Gänge und immer Käse dabei“, schwärmte er. Des Weiteren konnte er das Familienleben in Frankreich gut kennenlernen. „Es gibt in meiner Gastfamilie zwei jüngere Geschwister, mit welchen wir uns viel beschäftigt haben.“
Einig waren sich die vier Teilnehmer am Jugendaustausch, dass in Frankreich wohl die Kartoffel etwas ganz Besonderes sei. „Sie essen sie nicht in der Art, wie wir es tun, sondern eher in Form von Chips und anderen Snacks.“
Als Vegetarier habe er ansonsten allerdings in Frankreich schlechte Papiere gehabt, erzählt Jonas. „Ich bin eben auf Käse ausgewichen und habe viel Camembert gegessen.“ Beeindruckt zeigten sich die jungen Neusässer vom Kontrastprogramm der Einkaufsangebote. Auf der einen Seite riesige Supermärkte, wie sie hier in Deutschland nicht zu sehen sind, auf der anderen einladende, kleine Bäckereien und Obstgeschäfte.
Ausflüge der jungen Deutschen und Franzosen sowie der Besuch des Stadtfestes ließen sie nicht nur menschlich zusammenwachsen, sondern auch viel von Umgebung und Kultur sehen. Die Städtchen und Landschaften dort sind sehens wert, und von der Vulkankette, die die nächstgrößere Stadt Clermont-Ferrand umrandet, habe man eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung, gibt Justin einen Reisetipp ab. „Ich habe das Gefühl, dass die Gruppe diesmal sehr gut harmonierte und die Freundschaft mit den Franzosen sich vertieft hat“, zeigte sich Viktoria Braun zufrieden. Schon beim Aussteigen aus dem Bus sehe sie immer, wie es gewesen sei. Der Abschied sei immer sehr emotional, insbesondere bei den Mädels, erklärte Justin, eine intensive, gemeinsame Woche schweißehalt doch zusammen. Immerhin sind sich alle einig, nächstes Jahr wieder beim Austausch mitzumachen. Maximal sechs Jugendliche können mitfahren, es könnten sich für nächstes Jahr also noch zwei weitere Interessenten melden.



Aus der Stadtzeitung vom 23.08.2017 ein Artikel von JUTTA KAISER-WIATREK


Schöne Zeit in Frankreich

Austausch Vier Neusässer Jugendliche berichten begeistert vom Jugendaustausch des Partnerschaftsvereins Neusäß-Cusset, vom Gastland, den Menschen und Sitten.

Neusäß „Ich sehe bereits beim Aussteigen aus dem Bus den Jugendlichen an, wie es war“, schmunzelt die Organisatorin des Jugendaustauschs des Partnerschaftsvereins Neusäß-Cusset, Viktoria Braun und freut sich, dass auch diesmal die Gruppe von deutschen und französischen Jugendlichen gut zusammen gewachsen ist und die Freundschaft vertieft werden konnte. Seit 15 Jahren findet dieser Jugendaustausch bereits erfolgreich statt, der auf dem Schüleraustausch des Justus-von-Liebig Gymnasiums basiert.

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Viel Spaß hatten Jugendliche aus Neusäß mit ihren französischen Freunden beim Austausch der Partnerstädte Neusäß und Cusset in der Partnerstadt Cusset, der jedes Jahr in der ersten Ferienwoche stattfindet. Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek


Dieses Jahr hatten sich Lea, Jonas, Justin und Julia auf den Weg nach Cusset gemacht, nachdem sie zuvor Besuch von ihren französischen Freunden hatten. Während Lea und Justin bereits alte Hasen sind, war der Austausch für Jonas eine ganz neue Erfahrung. Nicht nur, dass er ein neues Land und seine Leute hautnah erleben durfte, er war auch der Einzige, der kein Wort Französisch sprach. Ein mutiges Unterfangen also. „Ich lerne am Justus-von-Liebig Gymnasium Latein und Englisch. Allerdings sind die Chancen in beiden Fächern am Neusässer Gymnasium an einem Schüleraustausch teilzunehmen, äußerst gering“, erklärte er. Diese Erfahrung wollte er aber keinesfalls missen und so sagte er spontan zu. Mit ein paar wichtigen Sätzen in der Tasche, dem Vertrauen auf seine Englischkenntnisse und darauf, dass die französischen Freunde gut deutsch sprechen können, machte er sich auf den Weg und schlug sich in dieser Woche in Cusset auch bestens durch. Nächstes Jahr möchte erden Austausch gerne wiederholen, wenngleich er weiß, dass seine Sprachkenntnisse auch dann nicht besser sein werden, denn er muss sich nun auf sein Abitur konzentrieren.
Von unserem Nachbarland gar nicht genug kriegen konnte in diesem Jahr Julia, die innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal ihre Gastfamilie besuchte. Wie auch Justin ist sie begeistert von den beiden Städten Cusset und Vichy, die fließend ineinander übergehen. Viel habe er mit seiner Gastfamilie unternommen. Da es noch zwei kleinere Geschwister in der Familie gab, konnte er vor allem das Familienleben in Frankreich gut kennenlernen, berichtete er. Mit seiner Gastfamilie ist er längst gut befreundet, war er doch inzwischen bereits zum dritten Mal dort. Begeistert sind die Jugendlichen von der herrlichen Landschaft dort. Vor allem der herrliche Fernblick vom Vulkan Puy de Dome auf die Auvergne begeisterte die Jugendlichen. „Man kann dort hinauf wandern, wer aber nicht so sportlich ist, der kann auch mit der Bahn fahren, die vor zwei Jahren dort eröffnet hat“, erzählen sie begeistert. Darüber hinaus besuchten sie gemeinsam mit ihren Gastfamilien ein Stadtfest und Lea stellte dabei erstaunt fest, dass die Verwendung von Kartoffeln dort eine ganz andere ist, als in Deutschland. „Kartoffeln werden dort eher als Chips oder in Form von anderen Snacks gegessen“, erzählten die Vier. Justin genoss vor allem die Art der Franzosen, die Mahlzeiten mit vielen verschiedenen Gängen zu zelebrieren.
Als Vegetarier hatte Jonas hier eher seine liebe Not. „Ich bin auf Käse ausgewichen und habe viel Camembert gegessen“, lacht er.



Aus der Heimatstimme vom Oktober 2017


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